So hilft Computer-Aided Quality in der Industrie

Der Einsatz von digitalen Technologien ist noch lange keine Digitalisierung, denn diese setzt eine stetige Denkweise in Prozessen voraus. Insbesondere im Qualitätsmanagement betrifft das nicht nur interne, sondern auch externe Workflows mit Lieferanten und Kunden. Diesen Umstand hat auch der Industriekonzern und Branchenpionier Siemens Energy erkannt, der auf „Computer-Aided Quality“ (CAQ) als werksübergreifende Qualitätsmanagementlösung setzt.

Effizientes Qualitätsmanagement setzt Denkweise in Prozessen voraus

Für ein effizientes Qualitätsmanagement reicht der alleinige Einsatz von digitalen Technologien längst nicht mehr aus. Unternehmen müssen damit beginnen, in digitalen Prozessen zu denken, um Kosten zu optimieren und die Qualität ihrer Produkte oder Dienstleistungen zu steigern.

Gerade in der produzierenden Industrie gibt es oft Unmengen an Komponenten, die von mehreren Zulieferern stammen. In der Supply-Chain sind daher viele Betriebe involviert, die zur Gesamtqualität des Produktes beitragen, das letztendlich beim Kunden landet.

Innovative Industrieunternehmen setzen dabei auf die Computer-Aided Quality (CAQ). Dank dieser computergestützten Qualitätssicherung lassen sich wichtige Bereiche wie die Wareneingangs- und -ausgangskontrolle sowie das Dokumenten-, Reklamations- und Prüfmittelmanagement dahingehend vollständig digitalisieren.

Computer-Aided Quality am Beispiel von Siemens Energy

Siemens Energy ist ein globaler Konzern, der sich auf Industrielösungen im Segment Energieerzeugung und -übertragung spezialisiert hat. Einen Schwerpunkt stellen riesige Transformatoren zur großflächigen Stromerzeugung dar. Dabei handelt es sich um sehr komplexe, hochtechnologische Maschinen für den Einbau in kritische Infrastrukturen, die ein dementsprechend hohes Qualitätsniveau erfordern. Die Verwendung eines CAQ-Systems unterstützt dabei, qualitätsrelevante Prozesse in sämtlichen Werken zu optimieren.

Anforderungen an eine Qualitätsmanagementlösung

Als qualitätsbewusstes Unternehmen beschäftigt sich Siemens Energy schon seit Langem mit der Verbesserung ihrer Qualitätsmanagementprozesse. Trotz der Erfahrung in diesem Bereich gab es in der Vergangenheit dennoch einige „Pain Points“, die das Aufsetzen derartiger Workflows verhinderten und in die folgenden Anforderungen an ein CAQ-System mündeten:

  • Werksübergreifende Verbindung wesentlicher Informationen bezüglich der Qualitätsprozesse: Dazu zählen etwa ERP-Daten wie Parameter zur technischen Ausgestaltung eines Transformators oder aus kommerziellen Systemen, darunter vertragliche Grundlagen.
  • Einbindung aller relevanten Personen in die Qualitätsprozesse: Insbesondere externe Geschäftspartner müssen daran teilnehmen, ohne sie komplett in das Unternehmen zu integrieren. Diese Anforderung machte klar, dass es eine Cloud-Plattform braucht, die sämtliche Beteiligten ortsunabhängig einbindet und zugleich Datenschutz und -sicherheit auf höchstem Niveau bietet.
  • Integration und Datenkonsolidation: Als global agierender Konzern unterhält Siemens Energy auf der ganzen Welt Werke, die Transformatoren produzieren. Die Herausforderung bestand nun darin, die gesamten Informationen aus allen Werken zu aggregieren und auf eine Plattform zu bringen, um so Qualitätsprozesse zu standardisieren.
  • Flexibilität für individualisierte Workflows: Siemens Energy benötigt als Industrieunternehmen mit komplexen Produkten ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit bei der Abbildung und Optimierung ihrer digitalen Prozesse. Bei der gesuchten Qualitätsmanagementlösung war demnach die Möglichkeit relevant, Abläufe nach den internen Vorgaben zu individualisieren.

Die Funktionsweise eines CAQ-Systems in der Praxis

Siemens Energy nutzt Fabasoft Approve als werksübergreifendes CAQ-System, um Qualitätsmängel von Zulieferteilen rechtzeitig zu erkennen und rasch zu beheben. Stellt die Wareneingangskontrolle beispielsweise eine Abweichung von den vertraglich vereinbarten Qualitätsmerkmalen fest, bestimmt die 8D-Problemlösungsmethode als Regelwerk, wer für welche Mängel zuständig ist.

 

Der damit verknüpfte Prozess läuft daraufhin vollkommen automatisiert ab. Interne wie externe Verantwortliche, etwa Lieferanten, erhalten ihre Workflow-Aktivitäten bequem zugesandt und bearbeiten diese anschließend in einem eigenen Portal. Diese ortsunabhängige und automatisierte Zuteilung sorgt für eine nachvollziehbare Prozessdokumentation, das mühsame Versenden von E-Mails entfällt zur Gänze.

Siemens Energy denkt digital in die Zukunft

Durch den Einsatz von Fabasoft Approve an mittlerweile 14 Standorten in acht Ländern digitalisiert Siemens Energy qualitätsrelevante Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das CAQ-System bindet sämtliche Lieferanten aktiv in das Qualitätsmanagement ein, wodurch nicht nur die Qualität der einzelnen Komponenten, sondern auch die Gesamtqualität ihrer Transformatoren profitiert.

 

Falls Sie Interesse daran haben, Ihr Qualitätsmanagement mittels CAQ-System zu digitalisieren, gebe ich am Ende des Podcasts von Insider Research eine Anleitung, wie die ersten Schritte für ein erfolgreiches CAQ-Projekt aussehen.

 


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