Technical Data Management als Wegbereiter zur erfolgreichen Smart Factory

Durch die fortschreitende Dezentralisierung von Produktionsstandorten im Zuge der Globalisierung ist die Leistungsfähigkeit der Zukunft durch hohes Tempo und große Anpassungsfähigkeit geprägt. So zeigt die Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC „Digital Product Development 2025: Agile, Collaborative, AI Driven and Customer Centric“, dass Industrieunternehmen in immer kürzeren Intervallen mit kundenorientierten, innovativen Produkten und Dienstleistungen auf den Markt kommen müssen. Nur auf diese Weise ist es möglich im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Dies setzt unter anderem voraus, dass sich traditionelle Fabriken zu Smart Factories entwickeln – ein Trend, der bereits in vollem Gange ist. In einer Branchenumfrage aus dem vergangenen Jahr gaben beispielsweise 68 Prozent der Befragten an, bereits die ersten Initiativen zur Smart Factory gestartet zu haben. In der Studie "Digitale Transformation im Maschinen- und Anlagenbau" fand die IG Metall außerdem heraus, dass die Entwicklung etlicher Betriebe in Sachen Industrie 4.0 oder Industrial Internet of Things (IIoT) bereits weit fortgeschritten ist. Bei der Digitalisierung interner Prozesse hinken Unternehmen jedoch oft noch hinterher.

Wenn fehlende Digitalisierung das Geschäft schädigt

In Zusammenhang mit der fortschreitenden Automatisierung und dem wachsenden Bestellaufkommen sind umfangreiche dokumentarische Anforderungen zu erfüllen. Diese müssen zusätzlich an die jeweiligen Vertrags- und Gesetzesbedingungen jener Länder angepasst werden, in denen die Produkte zum Einsatz kommen. In vielen Fällen wird auf herkömmliche Kommunikationswege wie E-Mail, Fax und Post gesetzt – Dokumente müssen von Hand sortiert und weitergeleitet werden, worunter der Datenaustausch zwischen Produzenten, deren Lieferanten und Endkunden leidet. Darüber hinaus führt diese Art der Kommunikation zu einer deutlich erhöhten Fehlerquote. Außerdem verursachen nicht standardisierte Ordnerstrukturen unnötigen Zeitaufwand bei der Ablage und beim Wiederfinden von Informationen. So steigt das Risiko von eventuellen Vertragsstrafen und Fristverzögerungen, die den Ruf eines Unternehmens nachhaltig schädigen.

Prozesse durch cloudbasierte Information Supply Chain optimieren

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, müssen in der Smart Factory nicht nur Maschinen vernetzt, sondern auch die administrativen Prozesse durchgängig digitalisiert werden. Grundlage dafür ist der Einsatz einer vollständig digitalisierten Supply Chain. Ein prozessorientiertes, cloudbasiertes Standardprodukt zum Managen von technischen Daten und Dokumenten wie Fabasoft Approve kann genau diese Anforderung erfüllen.

Der cloudbasierte Ansatz bringt unter anderem den Vorteil mit sich, dass alle Dokumente, wie technische Zeichnungen, 3D-Modelle, Betriebs- und Wartungshandbücher, aber auch Verträge, Zertifikate sowie Genehmigungsunterlagen zentral gespeichert und ohne Hindernisse von den Projektbeteiligten abgerufen werden können. Dabei sind Grenzen auf Abteilungs-, Unternehmens- oder Länderebene kein Thema mehr. Ein System auf Cloud-Basis ermöglicht nicht nur die automatische Einhaltung und Überwachung der entsprechenden Prozesse, sondern sorgt auch für Datensicherheit und Effektivität. Die zentrale Speicherung der benötigten Informationen in einer übersichtlichen Ablagestruktur ermöglicht es allen Beteiligten, sich jederzeit einen Überblick über den Dokumentationsstand sowie offene Aufträge und Fristen zu verschaffen. Mit Hilfe eines modernen Technical Data Managements sind die üblichen Chaos stiftenden E-Mail-Anhänge passé. Zusätzlich sorgt eine webbrowserbasierte Benutzeroberfläche, bei der keine Software installiert oder gewartet werden muss, für eine hohe Benutzerfreundlichkeit. Wenn die Arbeitsumgebung in der jeweiligen Muttersprache genutzt werden kann, trägt dies ebenfalls wesentlich zur Akzeptanz der Anwender bei.

Eine Cloud-Lösung erleichtert auch die Umsetzung eines Rechte- und Rollenkonzepts über die gesamte Supply Chain hinweg. Das bedeutet, dass Mitarbeiter nur auf diejenigen Dokumente zugreifen können, die ihrer Funktion in der digitalen Wertschöpfungskette zugeordnet sind. Vertrauenswürdige Cloud-Anbieter zeichnen sich durch eine Vielzahl von Zertifizierungen aus. Der C5-Anforderungskatalog („Cloud Computing Compliance Controls Catalogue“) des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) oder das EuroCloud StarAudit sind hier wichtige Standard-Prüfverfahren, die verifizieren, dass das Leistungsversprechen eines Cloud-Anbieters als Gesamtsystem auch tatsächlich eingehalten wird. Eine Integration in die Authentisierungsinfrastruktur von Unternehmen sowie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung bei der Anmeldung durch Externe ergänzen die Maßnahmen zur Einhaltung von Datensicherheit und Compliance.

Fazit

Ein cloudbasiertes und prozessorientiertes Technical Data Management ist die ideale Ergänzung in der Smart Factory und somit ein entscheidender Schritt in Richtung Produktion der Zukunft.

PS: Einblicke in das Projekt Digital Factory eines weltweit führenden Herstellers von Pumpen und Armaturen bekommen Sie in unserem Webinar „Digitalisierung der Lieferantendokumentation als zentraler Baustein der Digital Factory bei KSB“.