Mit „Low-Code/No-Code“ die Digitalisierung selbst in die Hand nehmen

Mit cloudbasierten Low-Code- und No-Code-Plattformen lassen sich Digitalisierungsprojekte schnell und kosteneffizient ausrollen. Das moderne Technical Data Management bietet all jene Vorteile, die mit der Low-Code-Technologie verknüpft sind – von der Entlastung der IT bis hin zu schnelleren Entwicklungsprozessen.

Digitalisierungsstau durch IT-Fachkräftemangel

Das Digitalisierungstempo hat während der Pandemie derart angezogen, dass IT-Abteilungen oft an ihre Grenzen stoßen. Laut einer aktuellen Studie von Gartner identifizieren IT-Verantwortliche den Fachkräftemangel mit 64 Prozent als größtes Hindernis bei der Einführung neuer Technologien – 2020 lag dieser Wert bei lediglich vier Prozent. Die Folge: Unternehmen leiden unter einem massiven Digitalisierungsstau.

Low-Code-/No-Code-Ansatz beschleunigt Digitalisierungsvorhaben

Um diesem Umstand entgegenzuwirken, setzen immer mehr Unternehmen auf Low-Code- bzw. No-Code-Plattformen. Dabei handelt es sich um standardisierte Entwicklungsumgebungen, die eine schnelle und einfache Bedienung auch ohne umfassende Programmierkenntnisse ermöglichen. Diese versetzen Personen aus Fachabteilungen – selbst solche, die keine eigentlichen Entwickler sind – in die Lage, softwarebasierte Anwendungen für ihr jeweiliges Gebiet zu generieren oder bereits existierende anzupassen. Der Einsatz derartiger „Citizen Developer“ hilft, das Problem fehlender Spezialisten in etlichen Bereichen deutlich abzufedern und die IT-Abteilungen zu entlasten.

Cloudbasiertes Technical Data Management als Low-Code-/No-Code-Lösung

In modernen Lieferketten gehört der Austausch von Dokumenten und Daten zum Tagesgeschäft. Oft sind es unstrukturierte Daten, darunter Pläne, Handbücher, 3D-Modelle oder Spezifikationen. Dazu kommt, dass die Zusammenarbeit Freigabe- oder Genehmigungsworkflows erfordert.

Ein modernes Technical Data Management speichert Informationen zentral in der Cloud (Stichwort CDE – gemeinsame Datenumgebung). Das bedeutet, dass neben unternehmensinternen Stakeholdern auch alle Supply-Chain-Beteiligten – sprich Hersteller, Lieferanten, Partnerunternehmen, ebenso wie Behörden und Endkunden – je nach Berechtigungsstufe darauf zugreifen können. Und das unabhängig vom aktuellen Ort, dem Zeitpunkt oder dem jeweiligen Endgerät. Grundvoraussetzung dafür ist eine starke Prozessorientierung, insbesondere bereits integrierte Abläufe für Freigaben oder Genehmigungen.

Wie ein cloudbasiertes Technical Data Management in der Praxis funktioniert, zeigen folgende Anwendungsfälle:

Grafischer Prozesseditor

Für individuell an den eigenen Betrieb angepasste Workflows steht ein grafischer Prozesseditor zur Verfügung, der auch Benutzern ohne Programmierkenntnisse ein „mächtiges“ Werkzeug in die Hand gibt. Damit gelingt es, sogenannte Ad-hoc-Prozesse zu modellieren, die es erlauben, auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren, Ausnahmesituationen zu behandeln oder aktiv Entscheidungen der Beteiligten zu unterstützen – und das alles ohne Einbeziehung der IT-Abteilung.

Steuerung von Dokumenten mithilfe von „Kategorien“

Gesetzliche Vorgaben und Compliance-Regeln verlangen oft die Aufbewahrung von bestimmten Dokumententypen für einen gewissen Zeitraum und die Löschung nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist. Zu diesem Zweck besteht die Option, über eine Kategorie Fristen festzulegen, um etwa ein „Kundenanfrage“-Dokument mit personenbezogenen Daten automatisiert zu löschen.

Smarte Formulare

Mit einfachen Low-Code-Ausdrücken steuern User aus den Fachabteilungen das Verhalten von Formularfeldern. Funktionen wie Berechnungen, Feldvalidierungen und Sichtbarkeitsregeln helfen dabei, selbst komplexe Use Cases zu realisieren: Übersteigt ein Rechnungsbetrag eine bestimmte Summe, lässt sich ein zusätzliches Pflichtfeld einblenden, um eine weitere Freigabe einzufordern – z. B. durch die Geschäftsführung.

Low-Code und No-Code brauchen ein Höchstmaß an Sicherheit

Low-Code-/No-Code-Ansätze funktionieren nur in Begleitung eines klaren Regelwerks und entsprechender Maßnahmen. Smartes Technical Data Management schützt durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung schon beim Log-in vor unberechtigtem Zugriff auf die Plattform. Darüber hinaus regelt ein intelligentes Rollen- und Rechtekonzept, wer welche Inhalte sehen, bearbeiten, prüfen oder freigeben darf.

Ein professioneller Cloud-Dienstleister sorgt selbst für ein Höchstmaß an Sicherheit – vorausgesetzt es handelt sich um einen Native-Cloud-Anbieter, der die Cloud auf eigener Hardware (nicht von US-Konzernen angemietet) und mit eigenen Technologien in europäischen Rechenzentren betreibt. Auf diese Weise stellen Unternehmen die Einhaltung der DSGVO hinsichtlich personenbezogener Daten sicher. Zudem belegen eine Vielzahl von Zertifizierungen wie der Anforderungskatalog C5, dass der Provider strengste Sicherheitsstandards erfüllt.

Digitalisierungsschub bei gleichzeitiger Entlastung der IT-Abteilung

Dass Low-Code und No-Code nicht nur Zukunftsversprechen sind, beweist der Einsatz eines modernen Technical Data Managements. Dieses erlaubt Prozessmodellierungen oder -anpassungen mit wenig Aufwand und ohne Programmierkenntnisse, was wertvolle IT-Ressourcen schont sowie Entwicklungszeiten signifikant reduziert. Indem Unternehmen die Innovationskraft und die Eigeninitiative der Citizen Developer in den Fachabteilungen optimal nutzen, treiben sie die digitale Transformation mit großen Schritten voran.