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Vom Antrag bis zum Bescheid: Online-Services beschleunigen Verwaltungsabläufe

Online-Services machen den Kontakt zwischen Verwaltung und Bevölkerung einfacher und direkter.

Fabasoft eGov

Erstellt am 31. März 2026

Online-Services Blog-Foto eGov

Wer einen Antrag stellt, wünscht sich klare Abläufe, schnelle Rückmeldungen und volle Transparenz. Immer mehr Behörden setzen mittlerweile auf digitale Prozesse und bauen analoge Hürden ab. Online-Services machen den Kontakt zwischen Verwaltung und Bevölkerung einfacher und direkter.

Früher gingen Förderwerbende für die Antragstellung persönlich zum Amt, füllten Formulare aus und unterschrieben Unterlagen. Zwar waren manche Dokumente online verfügbar, doch am Ende hieß es immer noch: PDFs herunterladen, ausfüllen und mit oftmals noch mit der Post verschicken – und auf eine Rückmeldung per Brief warten.

Österreich hat in den vergangenen Jahren bei der Digitalisierung große Fortschritte erzielt. Die ID Austria schafft eine sichere digitale Identität für Anmeldungen und Signaturen. Führerschein, Zulassungsschein und der Altersnachweis sind bereits am Smartphone verfügbar. Trotzdem laufen viele Verfahren noch nicht vollständig automatisiert.

Die Online-Services der Fabasoft eGov-Suite bringen hier den entscheidenden Wandel. Bürger:innen und Unternehmen füllen Formulare oder Anträge direkt auf der Serviceplattform aus. Die Daten fließen automatisiert in den elektronischen Akt (ELAK). Beschäftigte prüfen und bearbeiten Anträge ohne Medienbrüche.

So entsteht ein vollständig digitaler Prozess – von der Einreichung über die Rückmeldungen bis zum elektronischen Bescheid. Das verbessert die Servicequalität der Behörde, entlastet die Mitarbeitenden und sorgt für mehr Zufriedenheit.


Digitale Verwaltungsleistungen: Praxisbeispiele aus den Bundesländern

Das Land Niederösterreich wickelt Förderungen direkt über das Internetportal „Amt Digital“ ab: Vom Ausfüllen der Anträge, inklusive Upload aller Beilagen.

Vorarlberg geht noch einen Schritt weiter: Das Bundesland führt jetzt die Online-Services der Fabasoft eGov-Suite flächendeckend ein. Das Land und alle 96 Gemeinden teilen sich eine gemeinsame technische Infrastruktur und arbeiten damit nahtlos zusammen. So kann etwa die Stadtgemeinde Hohenems Ansuchen direkt an das Land Vorarlberg zur Bearbeitung weiterleiten. Doppelgleisigkeiten entfallen, Abläufe effizienter und somit der Bürgerservice spürbar verbessert.


KI als Beschleuniger bei Online-Services

KI verändert Verwaltungsprozesse im Hintergrund: Sie prüft Daten, sortiert Informationen und startet automatisch die richtigen Workflows. Behörden agieren schneller, qualitäts- und serviceorientierter. Die Bevölkerung sowie die Wirtschaft profitieren von kürzeren Bearbeitungszeiten und direkter Kommunikation.


Low-Code/No-Code für mehr Flexibilität

Zusätzliche Geschwindigkeit und Flexibilität bringen die Low-Code-/No-Code-Technologien in Verbindung mit den Online-Services mit sich. Die Abteilungen gestalten Verfahren eigenständig oder passen bestehende rasch an geänderte Rahmenbedingungen an. Mit diesen Technologien können Mitarbeitende ihre Expertise direkt einbringen, ohne fundierte Programmierkenntnisse und lange Projektlaufzeiten. 

Beschäftigte erstellen Formulare oder Prozesse selbst, während die IT-Fachkräfte Validierungen oder Sicherheitslogiken integrieren. Das Ergebnis: schnelle, präzise und effiziente Abläufe.


Einfache Umsetzung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG)

Seit 1. September 2025 gilt in Österreich das Informationsfreiheitsgesetz. Dieses gibt allen Bürger:innen ein Recht auf Informationszugang und löst die bisherige Amtsverschwiegenheit ab. Verwaltungsorgane sind verpflichtet, Daten von allgemeinem Interesse im Informationsregister Data.gv.at zu veröffentlichen. Zusätzlich können Interessierte gezielte Anfragen stellen.
Die Fabasoft Online-Services unterstützen Verwaltungen bei der Umsetzung. Über die Serviceplattform stellen Behörden ein Anfrageformular bereit. Interessierte übermitteln ihr Ansuchen und erhalten Antworten über denselben digitalen Weg.


Ausblick

Online-Services gewinnen in der Verwaltung künftig noch stärker an Bedeutung. Bürger:innen und Unternehmen stellen Anträge jederzeit digital – die Behörde ist somit rund um die Uhr geöffnet. KI und Cloud-native Systeme automatisieren Abläufe, beschleunigen Prozesse und erhöhen den Servicekomfort. Eine Vision ist: Ämter informieren Betriebe und Privatpersonen proaktiv über Fristen oder neue Förderungen, die für ihre derzeitige Lebenssituation relevant sind. Im Sinne des Non-Stop-Shop-Prinzips stehen alle Services gebündelt digital bereit – jederzeit, überall und ohne Medienbruch. Das Ziel: Einwohner:innen müssen Behörden nur noch in Ausnahmefällen persönlich aufsuchen.