Mit der 8D-Methode zur nachhaltigen Problemlösung

Die 8D-Methode unterstützt Unternehmen dabei, auftretende Probleme entlang der Supply-Chain systematisch und nachhaltig zu lösen. Die Digitalisierung durch ein professionelles CAQ-System stellt sicher, dass der damit zusammenhängende Reklamationsmanagement-Prozess automatisiert und nachvollziehbar abläuft.

Was versteht man unter der 8D-Problemlösungsmethode?

Bei der 8D-Methode handelt es sich um einen teamorientierten Lösungsansatz zur Bearbeitung von Reklamationen, die entweder intern oder extern zwischen Lieferanten und Kunden auftreten. Der entstehende 8D-Report beinhaltet acht Disziplinen bzw. Prozessschritte, die bei der Abarbeitung einer Beanstandung erforderlich sind, um Fehler auf ihre Ursachen zurückzuführen und in Zukunft dauerhaft zu verhindern.

Der 8D-Report dient im Rahmen der Qualitätssicherung dazu, mangelhafte Produkte entlang der Supply-Chain aufzudecken und stellt demnach ein wesentliches Element im professionellen Reklamationsmanagement dar.

Die acht Prozessschritte des 8D-Reports

 
D1 – Team für die Problemlösung bilden

In einem ersten Schritt erfolgt die Bildung eines Teams aus Fachleuten. Diese müssen über das nötige Wissen verfügen, um den Prozess zu überwachen, eventuell auftretende Probleme zu analysieren sowie Korrekturmaßnahmen einzuleiten.

D2 – Problem beschreiben

Eine detaillierte und möglichst vollständige Beschreibung des bestehenden Problems hilft dabei, die bereits entstandenen Fehler in Zukunft zu vermeiden. In diesem Zusammenhang kommt unter anderem der genauen Dokumentation der Soll-Ist-Abweichung besondere Bedeutung zu.

D3 – Sofortmaßnahmen treffen

Noch vor der eigentlichen Suche nach den Ursachen braucht es umgehend Maßnahmen, um eventuelle Schäden zu verhindern. So gelingt es, eine weitere Ausbreitung des Problems abzuwenden, bis eine entsprechende Lösung gefunden ist.

D4 – Fehlerursachen feststellen

Um den beanstandeten Mangel in Zukunft dauerhaft zu vermeiden, empfiehlt sich die Durchführung einer detaillierten Ursachenanalyse unter Einbeziehung der organisatorischen Ebene.

D5 – Korrekturmaßnahmen planen

In einem nächsten Schritt gilt es, geeignete Vorkehrungen zu treffen, um einer Fehlerwiederholung vorzubeugen. Eine anschließende Wirksamkeitsprüfung weist nach, ob das in D2 beschriebene Problem beseitigt ist.

D6 – Korrekturmaßnahmen einführen

Zeigt sich, dass das in D5 definierte Konzept effektiv ist, folgt dessen dauerhafte Einführung – und die Aufhebung der in D3 getroffenen Sofortmaßnahmen.

D7 – Fehlerwiederholung verhindern

Geeignete Präventionsschritte verhindern nachhaltig, dass gleiche oder ähnliche Fehler in Zukunft erneut auftreten. Eine Erfolgskontrolle stellt die Wirksamkeit der getroffenen Korrekturmaßnahmen sicher.

D8 – Problemlösungsprozess abschließen

Für den Abschluss ist es wichtig, sämtliche aus den acht Prozessschritten gewonnenen Erkenntnisse zu dokumentieren, um sie für ähnliche, künftige Projekte heranzuziehen.

Prozessdigitalisierung durch ein professionelles CAQ-System

Seine volle Stärke spielt die 8D-Methode dann aus, wenn die Digitalisierung der damit verbundenen Prozesse mithilfe eines werksübergreifenden Computer-aided-Quality-System (CAQ-System) erfolgt. Ein derartiges System führt zu einem vollautomatisierten und zudem ortsunabhängigen Reklamationsmanagement-Prozess, der jederzeit nachvollziehbar bleibt. Dabei besteht die Möglichkeit, nicht nur interne Mitglieder, sondern auch externe Beteiligte, etwa Lieferanten oder Kunden, rasch in qualitätsrelevante Prozesse einzubeziehen.

Systematisches Reklamationsmanagement dank digitalisierter 8D-Reports

Immer mehr Unternehmen haben die Bedeutung eines vollständig digitalisierten 8D-Reports bereits erkannt und setzen bei ihrem Reklamationsmanagement auf professionelle CAQ-Systeme wie Fabasoft Approve. Die cloudbasierte Software zur Verwaltung technischer Daten und Dokumente im industriellen Umfeld verfügt über eine OData-Integration sowie Schnittstellen zur nahtlosen Eingliederung in bestehende IT-Systeme wie SAP für einen reibungslosen Datenaustausch.

Darüber hinaus punktet sie mit der vollständigen Anpassbarkeit an die jeweils vorherrschenden unternehmens- und projektspezifischen Prozesse und den sicheren und ortsunabhängigen Zugriff auf sämtliche Daten. So lässt sich beispielsweise ein im Rahmen eines Prüfschritts festgestellter Qualitätsmangel sofort mittels Mobilgerät dokumentieren und mit zusätzlichen Informationen versehen. Der eigentliche Prozess läuft daraufhin vollkommen automatisiert ab, sprich alle Prozessverantwortlichen erhalten ihre Aufgaben ganz bequem per Push-Benachrichtigungen zugesandt.

Nachhaltiges Qualitätsmanagement als Zukunftsmodell

Die Digitalisierung von qualitätsrelevanten Workflows stellt einen wesentlichen Schritt in Richtung der systematischen Problemlösung im Unternehmen dar. Die Unterstützung durch ein professionelles CAQ-System sorgt für eine vollautomatisierte Zuteilung aller notwendigen Maßnahmen an interne wie externe Beteiligte und überdies für eine nachvollziehbare Prozessdokumentation. Auf diese Weise tragen die im Zuge der 8D-Methode gewonnenen Erkenntnisse nachhaltig dazu bei, Fehler effizient zu beseitigen sowie deren erneutes Auftreten dauerhaft zu verhindern.