Digitalisierung im Krankenhaus: verlässliche und validierte Cloud-Services unterstützen Medizin 4.0

31. Januar 2017

Die digitale Revolution kann nur mit den richtigen IT-Tools gelingen. Die Cloud bietet Krankenhäusern, Pharmaunternehmen und Patienten zahlreiche Möglichkeiten für effizientere Vernetzung und Prozesse. 

Die Arztpraxis und das Krankenhaus der Zukunft sind digital. Blutwerte lassen sich an den behandelnden Arzt über die Cloud mitteilen. Patienten können Vitalfunktionen via Smartphone überwachen. Und sollten Fragen auftauchen, gibt nicht die Papierlade Aufschluss, sondern die digitale Gesundheitsakte, auf die rund um die Uhr online zugegriffen werden kann. Neben Vorteilen wie diesen beinhaltet die fortschreitende Digitalisierung der Gesundheitsbranche aber auch viele Herausforderungen, darunter Fragen zum Thema Datenschutz.

Großer Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung 

Nur jedes vierte deutsche Krankenhaus hat aktuell eine Digitalisierungsstrategie. Das hat die Studie „Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft 2016“ im Auftrag von Rochus Mummert Healthcare Consulting herausgefunden. Viele Krankenhäuser müssen demnach nachrüsten, um Patienten den bestmöglichen medizinischen Service zu bieten. Denn der Patient und seine Bedürfnisse stehen im Zeitalter von Medizin 4.0 im absoluten Mittelpunkt. Aufgrund der hohen rechtlichen Auflagen können dabei nur Softwareprodukte zum Einsatz kommen, die höchste Ansprüche an Sicherheit und Transparenz erfüllen.

Herausforderung: Bedarf und Datensicherheit in Einklang bringen

Doch was wünschen die Patienten? Die persönliche digitale E-Akte so verwalten zu können, dass man jederzeit mit den passenden medizinischen Experten eine digitale Interessengemeinschaft bilden kann. Hier hat jeder auf die Informationen Zugriff, die notwendig sind, damit man proaktiv gesundheitlichen Problemen vorbeugen oder akute Probleme behandeln kann. Künftig wird ein Röntgenbild beispielsweise nicht mehr ausgedruckt oder auf einer CD mitgegeben werden, sondern in einem dem Patienten zugeordneten Bereich abgelegt, der online zugänglich ist. Die Herausforderung: Personenbezogene und sensible Daten wie eine Gesundheitsakte dürfen nicht nach Belieben verbreitet werden. Das regeln zum einen Vorgaben wie die EU GxP Annex 11 Richtlinie oder die EU-Datenschutzverordnung, deren neue Version (EU-Datenschutz-Grundverordnung) im Mai 2018 in Kraft treten wird.

Geschäft „Digital Healthcare“

Einige Organisationen und Unternehmen im Gesundheitswesen arbeiten intensiv an Projekten, um die digitale Transformation voranzutreiben. Die Berater von Roland Berger erklären in diesem Zusammenhang, dass der Digital-Healthcare-Markt von aktuell 80 Milliarden US-Dollar bis 2020 auf über 200 Milliarden US-Dollar wachsen werde. Die Gefahr: Digitale Dienstleister entwickeln maßgeschneiderte Services und überholen so die etablierten medizinischen Anbieter, die zu wenig „digital“ denken. Die digitalen Service-Provider wiederum haben oft zu wenig Verständnis für die Komplexität und Sensibilität rund um das Handling persönlicher Gesundheitsdaten. Denn es werden immer mehr Informationen gesammelt. Neben dem Smartphone wird es weitere elektronische Devices geben – beispielsweise Blutdruckmessgeräte, die Daten an eine Cloud-Lösung zur Überwachung des Gesundheitszustandes oder auch zur Zusammenarbeit mit Dienstleistern wie Pharmaunternehmen übermitteln. Diese Daten werden in Zukunft vermehrt Grundlage für die Bewertung von medizinischen Dienstleistungen und sogar von Unfalls- oder Lebensversicherungen sein. Sie müssen besonders gut geschützt werden.

Sichere und validierte Cloud-Lösungen tun not

Verlässliche Cloud-Lösungen helfen, die Bedürfnisse des Patienten in den Mittelpunkt zu stellen und neue innovative Services zu realisieren. Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung legt in diesem Zusammenhang fest, dass Daten mit einem Personenbezug nicht dauerhaft gespeichert werden dürfen und Transparenz darüber gegeben sein muss, wer diese Daten wie verarbeitet. Um Vorschriften wie diesen zu begegnen, sind Cloud-Anbieter zu bevorzugen, die Rechenzentren im eigenen Land betreiben, da hier ein Vertrag mit einem lokalen Vertragspartner nach nationalem Recht abgeschlossen wird, und transparente Verträge zur Datenverarbeitung mit eventuell vorhandenen Drittdienstleistern existieren. Ein digitaler Service, der in diesem Umfeld eingesetzt werden soll, muss nach EU GxP Annex 11 validiert sein. Diese Richtlinie entspricht größtenteils dem amerikanischen Standard FDA 21 CFR Part 11. Eine Cloud-Lösung, die bereits nach diesem Standard validiert ist und vom Gesundheitsanbieter selbst konfiguriert werden kann, ist sinnvoll, um darauf aufbauend rasch innovative und sichere Services rund um Medizin 4.0 zu erstellen. Ratsam sind Cloud-Lösungen, die fünf von fünf Sternen beim EuroCloud StarAudit erzielen – wie z. B. die Fabasoft Cloud. Dieses Zertifikat ist ein Maßstab für die Qualität des Cloud-Anbieters, den Schutz der Daten, die Transparenz der Prozesse und die Sicherheit, was mit seinen Daten passiert. Derart verlässliche und validierte Cloud-Services sind die Grundlage dafür, Medizin 4.0 so voranzutreiben, dass der Patient und alle Gesundheitsdienstleister profitieren und persönliche Daten zugleich stets sicher sind.