Digitale Kollaboration schafft eine Basis für die Geschäftsmodelle der Zukunft

21. November 2016

Cloud-Lösungen unterstützen viele Branchen bei der digitalen Transformation und dem Erschließen neuer Marktchancen.

Wer jetzt zögert, hat am Ende das Nachsehen: Der allgemeine Trend der digitalen Transformation stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihre bestehenden Prozesse zu überdenken oder im Wettbewerb den Anschluss zu verlieren. Davon betroffen sind Industriebetriebe, Dienstleister und alle Branchen, in denen es darauf ankommt, die Bedürfnisse von Kunden zu verstehen und die erforderlichen Lösungen kostengünstig und schneller als die Konkurrenz auf dem Markt zu platzieren.

Die neue Form der Innovation

Das Beispiel „Uber“ zeigt im Bereich der Personenbeförderung, wie man eine ganze Branche durch digitale Transformation auf den Kopf stellen kann. Auch wenn in manchen Ländern noch rechtliche Hürden Uber in die Schranken weisen, wird der in bereits 514 Städten der Welt tätige Fahrtenvermittler auf Sicht gesehen schwer zu bremsen sein. Im B2B-Bereich sind es andere Beispiele, die auf einer neuen Form der Innovation basieren wie z. B. Hilti, die an große Baufirmen nicht mehr Bohrmaschinen verkauft, sondern gebohrte Löcher. Zwei Dinge haben all diese Beispiele gemeinsam. Erstens wurde das absolute Grundbedürfnis des Endkunden in den Mittelpunkt gerückt. Zweitens wurden durch die Möglichkeiten der Digitalisierung und damit verbunden der Sammlung, Vernetzung und Verwertung von Daten völlig neue Dienstleistungen geschaffen. In vielen Branchen ist für die Realisierung solcher Services die Zusammenarbeit mehrerer Firmen notwendig – und zwar in Echtzeit. Dafür müssen Daten und Dokumente mobil verfügbar gemacht und individuelle Zugriffsrechte vergeben werden. Workflows zur Verarbeitung dieser Informationen müssen standardisiert, digitalisiert und automatisiert werden. Für so eine agile Kollaborationsanwendung, die Kosten spart, die Produktivität erhöht und die Basis für neue Geschäftsmodelle bietet, werden in der Regel Cloud-Lösungen eingesetzt. Wichtige Kriterien für die Auswahl eines qualitativ hochwertigen Cloud-Anbieters sind: höchste zertifizierte Sicherheits- und Compliance-Standards, langjährig bewährte Cloud-Lösung, europäischer Anbieter mit eigener IT-Infrastruktur (Hardware, Software, Entwicklung), Möglichkeit zur Anpassung durch den Kunden, Flexibilität bei der Hardware- und Software-Integration (z. B. SAP) in die eigene IT-Landschaft, kontinuierliche Weiterentwicklung der Lösung sowie ein rascher, persönlicher und qualifizierter Support.

Prozesse rechtskonform automatisieren und kontrollieren

Eine Vielzahl von Unternehmen investiert zurzeit in digitale Transformation – laut einer aktuellen IDC-Studie mit jährlichen Wachstumsraten von mehr als 16 Prozent bis ins Jahr 2019. Doch muss bei der Umsetzung von Projekten in vielen Firmen und Branchen auf die Einhaltung von Zertifikaten und Richtlinien Rücksicht genommen werden. Was sich auf der einen Seite wie ein „Hindernis“ anhört, entpuppt sich auf der anderen Seite als große Chance. Denn wenn die für eine Zertifizierung oder die Einhaltung von Richtlinien notwendigen Prozesse in eine Cloud-Lösung optimal eingebunden werden, spart dies interne Kosten, erhöht die Produktivität und steigert die Qualität der Kontrolle der zu dokumentierenden Prozesse. Einige europäische Cloud-Lösungen sind für diesen Einsatzzweck als revisionssicher – z. B. nach dem Prüfungsstandard IDW PS 880 – zertifiziert. Die automatische lückenlose Versionierung aller Daten, Dokumente und sogar ganzer Prozessräume ermöglicht die Erfüllung entsprechender Compliance-Richtlinien wie z. B. der ISO 9001 für Qualitätsmanagement. Bietet eine Cloud-Lösung darüber hinaus digitale Signaturblöcke, eine gesicherte Authentifizierung und Funktionen wie z. B. Auditing an, so können auch die strengen GxP-Richtlinien für z. B. Pharmaunternehmen, Lebensmittelindustrie oder Medizintechnik erfüllt werden. Ist die Cloud-Lösung selbst bereits nach EU GxP Annex 11 validiert – wie z. B. die Fabasoft Cloud –, spart sich eine Firma im regulierten Umfeld Zeit und Geld für die Validierung des auf der Cloud-Lösung aufgebauten elektronischen Systems.

Cloud als Basis für neue Einnahmequellen

Laut IDC fließen 43 Prozent der IT-Budgets bis 2020 direkt in Projekte rund um digitale Transformation. Einer der Schwerpunkte ist für viele Firmen die Erhöhung der Produktivität und die Senkung von Kosten. Doch damit laufen Unternehmen Gefahr, sich nach wie vor „nur“ innerhalb von traditionellen Geschäftsmodellen zu bewegen. Neue Geschäftschancen tun sich dann auf, wenn man nicht darauf fokussiert, wie man durch den Einsatz einer Cloud-Lösung sparen kann, sondern sich basierend auf dem Kundenbedürfnis überlegt, wie man durch Cloud-Lösungen neue Leistungen anbieten und damit Geld verdienen kann.

Fazit

Innovative Leistungen zu konzipieren, die auf Digitalisierung basieren, ist eine Sache. Die dafür notwendigen Daten zu sammeln und mit Zusätzen zu wertvollen Informationen zu machen, ist eine andere. Doch die höchste Stufe ist, mit Branchen-Know-how, Erfahrung aus dem eigenen Unternehmen und Prozessstandards diese Informationen zu Wissen zu machen. Mit einer Kollaborationsanwendung basierend auf einer Cloud-Lösung wird dieses Wissen mehreren Unternehmen sicher und kontrolliert zur Verfügung gestellt. Dokumente werden synchronisieren, geteilt und in Echtzeit bearbeitet. Workflows laufen automatisiert und zu hundert Prozent nachvollziehbar ab wie z. B. die Freigabe von Dokumenten. Damit tragen auch Partnerunternehmen zur Vermehrung des eigenen Firmenwissens bei – und umgekehrt.

Andreas Dangl
Business Unit Executive Cloud Services

Andreas Dangl ist Business Unit Executive Cloud Services bei Fabasoft, einem führenden europäischen Cloud-Anbieter für Business-to-Business-Collaboration „Made in Europe“. Sein aktueller Schwerpunkt ist die durchgängige Digitalisierung von europäischen und global agierenden Unternehmen mit besonderen Compliance-Anforderungen (speziell im Bereich Datensicherheit und Datenschutz), die Nutzen aus dem Einsatz von Cloud-Diensten ziehen wollen, um im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu sein.

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wissensmanagement
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