Nachlese Fabasoft egovdays 2019

Im Rahmen der jährlichen Fabasoft egovdays in München und Wien präsentierte Fabasoft Innovationen, Trends und Highlights rund um die Themen E-Government und E-Verwaltungsarbeit. Über 270 Kunden ließen sich von den Vortragenden inspirieren und nutzten die Pausen zum intensiven Networking.

Dr. Philipp S. Müller, Gastprofessor an der Donau-Universität Krems, eröffnet mit seinem Vortrag „Vordenken, Zurückblicken, Mitgestalten: Möglichkeitsräume der Digitalen Transformation“ die Veranstaltung. Mit plakativen Vergleichen brachte er auf heitere Weise dem Publikum das Thema „Digitale Transformation“ und welche Möglichkeiten uns in diesem Zusammenhang die modernen Technologien bieten, näher. Durch die Analyse und Vernetzung von Informationen eröffnen sich neue Gestaltungspotentiale, die aber ethische und strategische Leitplanken benötigen, um die Balance zwischen dem technisch Machbaren und dem Vertretbaren zu wahren. Daher sollte auch die IT um den Menschen angesiedelt werden (Humanistische IT) – sie soll bei der täglichen Arbeit unterstützen und Raum für andere Arbeiten schaffen. Wie wir in Zukunft unsere Geschäftsmodelle oder unsere Verwaltung gestalten liegt an uns selbst. „Wir müssen Vordenken durch Zurückblicken um Mitzugestalten“, so der Schlussapell von Philipp Müller.

Unter dem Motto „Fabasoft eGov-Suite 2019 – Die Zukunft beginnt jetzt“ zeigte Stefan Arnold, welche Neuerungen und Weiterentwicklung die Kunden bei der Fabasoft eGov-Suite erwartet.

Die neue Benutzeroberfläche wurde mit besonderem Fokus auf Responsiveness und Barrierefreiheit entwickelt, so können alle Befehle in der Fabasoft eGov-Suite sind mit der Tastatur ausgeführt werden. Darüber hinaus stand die Reduktion der Komplexität im Fokus, in Zukunft soll es nur mehr einen Weg geben um Aktivitäten auszuführen oder reduzierte Arbeitsschritte im Workflow. Die neue Einstiegsmaske (Homescreen) erlaubt eine Personalisierung, um oft benötigte Informationen (z.B. Diagramme) immer griffbereit zu haben. Die Fabasoft eGov-Suite soll den Anwender proaktiv unterstützen und durch die Software leiten. Mit „Tipps“ werden dem User relevante Informationen wie zum Beispiel der Ablauf bei seltenen Arbeitsabläufen, Hinweise oder Neuigkeiten zur Verfügung gestellt, die neben Text auch Multimediainhalte enthalten können. Der Nutzer kann die Anzeige von Tipps jederzeit deaktivieren.

Neben der einfachen Bedienbarkeit und übersichtlichen Oberflächen, gehört orts- und zeitunabhängiges Arbeiten heute zum Arbeitsalltag. In einer Live-Demo von Markus Schenk (München) bzw. Michael Hettlinger (Wien) konnten sich die Gäste überzeugen wie Mobilität und Effizienz perfekt zusammenspielen. Ob Smartphone oder Tablet, je nach Bildschirmgröße passt sich die Fabasoft eGov-Suite an, der Nutzer hat immer alle benötigten Funktionen zur Verfügung, die er gerade für seinen Use Case benötigt.

In einer weiteren Live-Demo zeigte der Vortragende, wie die Fabasoft eGov-Suite mithilfe von Methoden der künstlichen Intelligenz die tägliche Arbeit unterstützt. Durch Mustererkennung, also die Analyse von Dokumenteninhalten ist es möglich, dass Informationen wie z.B. Metadaten automatisch erkannt und direkt in die Fabsoft eGov-Suite übernommen werden. Die manuelle Eingabe fällt weg, der Nutzer kontrolliert die Einträge und kann bei Bedarf Korrekturen vornehmen. Machine Learning erlaubt es der Fabasoft eGov-Suite zu erlernen, dadurch können beispielsweise neue Dokumente automatisch zur richtigen Akte zugeordnet oder ein Workflow gestartet werden. Für die Mustererkennung und die automatische Zuordnung wird Mindbreeze InSpire genutzt. Je länger das System im Einsatz ist, umso mehr lernt es, aber auch hier ist der Mensch die letzte Instanz und kontrolliert den Vorschlag.

Im Rahmen des Fabasoft egovdays in Wien am 25. Jänner 2019 gab Mag. Dieter Kandlhofer, Generalsekretär im Bundeskanzleramt in seinem Vortrag „Der neue ELAK als wichtiger Teil der Modernisierung der österreichischen Verwaltung“, einen Überblick zum aktuellen Stand und den geplanten Aktivitäten im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Bundes. Im Bereich der IT-Konsolidierung liegt der Fokus auf der Vereinfachung und Reduktion um die Effektivität und die Effizienz zu steigern. Beispielsweise erfolgt der Abruf von Fabasoft eGov-Suite Lizenzen nur mehr als Bundeslizenz. Darüber hinaus ist geplant alle bestehenden Softwarelösungen für die unterschiedlichen Anwendungsfälle zu konsolidieren und jene Lösung, die am besten für den Anwendungsfall geeignet ist, an alle Anwender auszurollen. Eine neu eingerichtet Clearingstelle kümmert sich um die operative Umsetzung. Ziel ist es ein schlankes Funktionsset zur Verfügung zu stellen, dass den Anforderungen einer modernen Verwaltung entspricht. Dazu zählen unter anderem „mobile first“, durchgängige digitale Prozesse sowie funktionierende Schnittstellen rund um den ELAK und zum ELAK.

Der Releasewechsel auf den ELAK neu ist bis Ende 2020 geplant. Der ELAK neu basiert auf der Fabasoft eGov-Suite und verfügt heute bereits schon über vielfältige Schnittstellen zur Anbindung von Fachanwendungen oder Online-Plattformen. Er ist ein zentraler Bestandteil bei der IT-Konsolidierung und der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie.

Prof. Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Fabasoft, setzte sich in seiner Abschluss-Keynote „Die analoge Heimat als Wiege der digitalen Welt“, mit den Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung auseinander. Moderne Technologien beeinflussen unser Leben massiv und unterstützen uns bei vielen Tätigkeiten. Trotz aller Annehmlichkeiten gilt es, die Balance zwischen virtueller und realer Welt zu finden, um nicht Gefahr zu laufen sich als Mensch in der digitalen Welt zu verlieren.

Die Digitalisierung beeinflusst aber auch Unternehmen und Wirtschaftsräume in ihrem Handeln und ihren Anstrengungen, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Datenschutz und Sicherheit stellen dabei keine Innovationskiller dar, sie gehören wie offene Standards und Zertifizierungen zu den Grundpfeilern um die Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu sichern und Datenmissbrauch einzuschränken. Datenschutz und Informationssicherheit gehören zusammen und sollten in Zukunft durch externe Auditoren gemeinsam geprüft und zertifiziert werden. Dazu engagiert sich Helmut Fallmann bereits seit Jahren in verschiedenen Funktionen auf EU-Ebene, etwa für die Arbeitsgruppe eines “Candidate European Cloud Security Certification Scheme”, im Entscheidungsgremium des „EU Cloud of Conduct“ oder für das European Telecommunications Standards Institute (ETSI). Im Dezember 2018 luden die beiden EU-Arbeitsgruppen CSPCert und SWIPO auf Initiative der Fabasoft nach Wien zur international hochkarätig besetzten Konferenz „Cybersecurity und Cloud Computing: So erreicht Europa den ultimativen Wettbewerbsvorteil am digitalen Weltmarkt“, um ihren Arbeitsfortschritt zu präsentieren.

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