Nachlese Fabasoft egovday 2018 - München

Start der Fabasoft egovday Veranstaltungsreihe war in diesem Jahr München. Am 23. Januar 2018 begrüßte Moderatorin Doris Strugl mehr als 140 Kunden im „The Charles Hotel“.

Keynote-Speaker Dr. Christian Folini, promovierter Mittelalterhistoriker, Sicherheitsberater und Autor zeigte unter dem Titel „Was Cyber Security vom mittelalterlichen Burgenbau lernen kann“, interessante Parallelen zwischen den Abwehranlagen von mittelalterlichen Burgen und der Cyber-Abwehr. In seinem Vortrag ging Folini auf drei Problemstellungen in der Abwehr ein und zeigte, wie Lösungsansätze aus dem Burgenbau auf die Jetztzeit umgelegt werden können. So genügt eine Schwachstelle im gesamten System, um einen Cyber-Angriff erfolgreich durchzuführen. Am Ende des Vortrages stellte Dr. Folini noch drei Sicherheitspraxen vor, die jede Organisation beachten sollte: Einspielen von Sicherheitsupdates, detailliertes Inventar und Bug Bounty Programme.

Viele Weiterentwicklungen und Neuerungen in der Fabasoft eGov-Suite brachte Stefan Arnold, Fabasoft, dem Publikum näher. Einfache Bedienbarkeit, orts- und zeitunabhängiges Arbeiten spielen heute eine immer wichtigere Rolle. In einer ausführlichen Live-Demo zeigte Arnold wie in der elektronischen Verwaltungsarbeit direkt aus der gewohnten Microsoft Office Umgebung heraus gearbeitet werden kann. Die Funktionen stehen dabei im Menüband (Ribbon) der jeweiligen Office-Anwendung (z. B. Microsoft Word, Outlook) zur Verfügung. Des Weiteren wurde der Funktionsumfang bei Annotationen mit dem Viewer um Elemente wie Farb- und Formauswahl erweitert. Bei der Entwicklung widmete sich das Team auch dem Thema „Digitales Schwärzen“. Durch neue Funktionen können Dokumente nun auch digital geschwärzt werden. 

Über die Herausforderungen bei der Digitalisierung und wie die Bayerische Staatskanzlei sich diesen stellt, darüber sprach Ministerialrat Dipl.-Ing. Rupert Odersky. Er gab Einblicke, wie die Digitale Transformation in der Bayerischen Staatskanzlei voranschreitet und die Arbeitsweise nachhaltig verändern wird. Die Bayerische Staatskanzlei hat für die Umsetzung vier Handlungsfelder abgeleitet (benötige Hardware beschaffen, Prozesse optimieren, Software anpassen, Anwender digital fit machen). Mittels Stufenkonzept wird die Digitalisierung der Arbeitsabläufe sukzessive umgesetzt, beginnend bei den Zentralabteilungen bis hin zur Hausspitze. Odersky zeigte anschaulich auf, dass die Digitalisierung vor allem die Menschen betrifft, da etablierte Arbeitsabläufe plötzlich auf dem Prüfstand stehen. Daher gilt es alle Beteiligten von Anfang an mitzunehmen und „digital fit zu machen“, beispielsweise mit Videos, in denen Anwendungsfälle fachspezifisch erklärt werden. 

Nach einer Networking-Pause erläuterte Andreas Dangl, Fabasoft, die wichtigsten Aspekte der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Die Verordnung tritt mit 25. Mai 2018 in Kraft und bis dahin gibt es für Organisationen, die personenbezogene Daten verwalten, verarbeiten oder speichern noch einiges umzusetzen, um nach der Frist gesetzeskonform arbeiten zu können. Andreas Dangl veranschaulichte in seinem Vortrag wie mithilfe der EU-DSGVO-Toolbox in der Fabasoft Cloud beispielweise Kontaktdaten inkl. Kommunikation oder Verfahrensverzeichnisse nachvollziehbar verwaltet werden können. Die EU-DSGVO Toolbox bietet ein Set an Funktionalitäten, die Unternehmen dabei unterstützen diese strengen Vorgaben einzuhalten und die Möglichkeit bei Anfragen von Betroffenen rasch zu reagieren. 

In der Abschluss-Keynote „Die Digitale Transformation und ihre Feinde“ setzte sich Prof. Dipl.-Ing. Helmut Fallmann, Fabasoft, kritisch mit den Herausforderungen auseinander, die Politik, Wirtschaft, Behörden und Unternehmen im Kontext der digitalen Transformation zu meistern haben. Es steht außer Frage, die Digitalisierung beeinflusst alle Lebensbereiche. Nun gilt es, die Gesellschaft auf die neuen Bedingungen vorzubereiten, sei es im Bereich der Bildung beginnend bei der Vermittlung von Basiswissen bei Sprachen und Mathematik bis hin zur Umgestaltung von Lerninhalten und Lernmöglichkeiten, denn bereits heute zeichnet sich ein „War for digital talents“ ab. Im Bereich der KMUs zählt der Aufbau von digitalem Know-how aktuell zu den größten Herausforderungen. Ebenso sollten die digitalen Behördendienstleistungen weiter verbessert werden, beispielsweise durch den Einsatz der Bürgerkarte (Österreich) als elektronischer Identitätsnachweis. Es gibt in vielen Bereichen noch einiges zu tun – mit den richtigen Akzenten können die Digitalisierungspläne aber weiter ambitioniert vorangetrieben werden.

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