Nachlese Fabasoft beim Europäischen Forum Alpbach

Das war das Europäische Forum Alpbach 2017 mit Fabasoft

Fabasoft war auch 2017 Partner des Europäischen Forums Alpbach (EFA17) und aktiver Mitgestalter der Wirtschaftsgespräche vom 29. bis 31. August 2017.
Hier eine kurze Nachlese der Veranstaltungen von Fabasoft im Rahmen des EFA17.

Fabasoft Dinner

Das Fabasoft Dinner am 29. August im Hotel zur Post war ein voller Erfolg!

Mehr als 50 hochrangige Gäste nahmen an der Abendveranstaltung teil und lauschten begeistert dem etwas anderen Vortrag „Was IT-Security von den Abwehranlagen der heimischen Burgen und Schlösser lernen kann“ von Dr. Christian Folini, Cyber Security Experte und Programmleiter der Swiss Cyber Storm Konferenz. Dr. Folini, promovierter Mittelalterhistoriker und zugleich Experte für den Schutz von Webservern und IT-Infrastrukturen, zeigte anhand bekannter österreichischer Burganlagen wie Burg Hochosterwitz oder Hohenwerfen und Schweizer Wasserschlössern (dies aus Mangel an heimischen Exemplaren), wie altbekannte Verteidigungsmechanismen in der modernen Welt der Cyber Security angewendet werden können.

Anschaulich und verständlich erklärte er Intrusion Detection Systeme und verglich diese mit Wachtürmen und vorgelagerten Burganlagen: wehrhafte, bis zu 14 Tore starke Burgwälle, wurden mehrstufigen Firewalls gleichgesetzt. Sowohl heute wie im Mittelalter gilt: der Schatz – damals Gold, heute Daten – liegt im Innersten der Burg/des Netzwerks, um nur mit enorm hohem Ressourceneinsatz eingenommen werden zu können.

Das anschließende Dinner nutzten die anwesenden Gästen dazu, das Gehörte zu diskutieren, Dr. Folini weitere Fragen zu stellen und um – ganz im Sinne des Europäischen Forums Alpbach – zu netzwerken und Gedanken auszutauschen.

Breakout Session #18 „Wie der Mangel an IT- und Netz-Sicherheit die digitale Europäische Wirtschaft gefährdet“

Am 30. August fand um 15:00 Uhr die von Fabasoft organisierte Breakout Session „Wie der Mangel an IT- und Netz-Sicherheit die digitale Europäische Wirtschaft gefährdet“ in der Hauptschule Alpbach statt. Unter der Leitung von Dr. Christian Folini diskutierten Marc Elsberg, Bestseller-Autor („Blackout", „ZERO"), Dr. Philipp Amann, Leiter Strategie, Europol EC3 (European Cyber Crime Centre), und Helmut Fallmann, Mitglied des Vorstandes der Fabasoft AG, das brennendste Thema der aktuellen europäischen Wirtschaftsentwicklung: die Informations- und Netzsicherheit als Voraussetzung für eine breite Akzeptanz unserer längst unumkehrbaren digitalen Wirtschaftsstrukturen.

Moderator Dr. Christian Folini hat langjährige Erfahrung in der Sicherung von Webservern und verantwortet das Programm der Swiss Cyberstorm Konferenz. Er gab dem Publikum Einblicke in die verschiedensten Bereiche der IT-Sicherheitsindustrie. Folini moderierte die Session gekonnt und schaffte es, mit seinen Fragen und der Einbindung des Publikums, das sich wirklich äußerst rege einbrachte, eine spannende Diskussion in Gang zu bringen und zu halten.

Marc Elsberg ist ein versierter Kenner der Gefahren der modernen Technik und hat mit dem beklemmenden Thriller „Blackout“ eine ganze Industrie wachgerüttelt und auf unsere immense Abhängigkeit von der Elektrizität aufmerksam gemacht. Er ging immer wieder auf weitere Bedrohungen wie den mangelnden Datenschutz aber auch das fehlende Interesse der Bürger, ihre Daten besser zu sichern, ein. Wie in seinen Büchern beschrieb er eindringlich etliche „Was wäre wenn“-Szenarien und rüttelte so einige Zuhörer auf.

Philipp Amann ist dank seiner Arbeit bei Europol mit den täglich vorkommenden Verbrechen im Internet vertraut. Die Frage, ob alle in der realen Welt bekannten Formen der Kriminalität, namentlich der organisierten Kriminalität, nach und nach tatsächlich auch im Cyberspace auftauchen, bejahte er teilweise. Als besonders große Gefahr in der Zukunft nannte er jene Vergehen, die schwer nachzuweisen sind. Als Beispiel nannte Amann DoS-Angriffe, die mit nur wenigen Personen schnell, sehr effektiv auszuführen, aber leider auch schwer nachzuverfolgen sind. Diese sind zurzeit noch nicht sehr „beliebt“, aber alle Diskutanten stimmten ihm zu, dass solche Netzwerkangriffe in der Zukunft eine große Gefahr für Unternehmen darstellen.

Der Gastgeber Helmut Fallmann erläuterte aus der Perspektive eines Cloud-Dienstleister, der den Schutz der Daten für seine Kunden übernimmt, welche Sicherheitsherausforderungen diese Aufgabe mit sich bringt und wie sowohl Großunternehmen als auch KMUs bereits jetzt von Cloud-Lösungen profitieren können. Er hob hier besonders den Bereich Datensicherheit und die Erfüllung der Vorgaben der neuen EU-DSGVO hervor, was auch beim Publikum auf großes Interesse stieß. Helmut Fallmann lieferte den Zuhörern auch einige nützliche Tipps zum Schutz der eigenen Daten, wie zum Beispiel die 10 Grundregeln für einen soliden IT-Grundschutz.

In seinem Schlussappell rief er die heimische wie auch die europäische IT-Security-Wirtschaft dazu auf, ihre herausragenden wissenschaftlichen und ökonomischen Ressourcen zu bündeln und dafür zu nutzen, Europa in den kommenden Jahren bei Cyber Security zum weltweiten Vorzeigemodell zu machen. Gerade in den aufkommenden Trends wie z. B. quantenphysikalischer Verschlüsselung, schlüsselloser Datensicherung mittels „Secret Sharing“, dem Einsatz von künstlicher Intelligenz, Machine Learning in der Big Data-Analyse und zur Anomalie-Erkennung oder von Blockchain-Technologie für Informations- und Netzsicherheit sowie dem massiven Ausbau sicherheitstechnisch robuster Lichtwellenleiter-Netze benötigen wir im Geiste Alpbachs neue und vertiefte Kooperationen der besten Köpfe aus Informatik und Netzwirtschaft, um als Europa ganz vorne mitzuspielen.

Manager Talk „Denken ist nicht Handeln!“

Die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion (Dr. Andreas Bierwirth, CEO, T-Mobile Austria GmbH, Helmut Fallmann, Mitglied des Vorstandes der Fabasoft AG, Kay Kratky, CEO, Austrian Airlines AG, Robert Zadrazil CEO, UniCredit Bank Austria AG) moderiert von Mag. Sandra Baierl, Ressortleiterin Business, KURIER, zum Thema „Denken ist nicht Handeln!“ gab einen interessanten und aufschlussreichen Einblick in die Herausforderungen, die Geschäftsführer von Unternehmen täglich meistern müssen – und wie sie mit diesen eigentlich umgehen.

Davor sprach Dr. Bernard Roth (Academic Director and Rodney H. Adams Professor of Engineering, Stanford University, Stanford) in seiner überaus faszinierenden Keynote über Kreativität und Problemlösung. Sein Ansatz ist klar: „Trying is not Doing“. Er sagt, dass es im Leben durchaus das Probieren, das Versuchen gibt, was auch völlig in Ordnung ist. ABER – so führte er weiter aus – der Mensch darf „versuchen“ nicht mit dem tatsächlichen TUN verwechseln. Wenn er selbst etwas tut, dann führt er es zu Ende. Er versucht nicht, etwas zu tun, sondern erledigt es. 
Was dieser Ansatz nun mit Problemlösungen zu tun hat, und wie man Probleme „reframed“, um schneller und effektiver zu Lösungen zu kommen, sehen Sie im  Video der Diskussion inklusive Vortrag.

 

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Video Caption

Fabasoft at the European Forum Alpach 2017 event video.