Fabasoft TechSalon „Kraft der Innovation - von der Krise zum Erfolg!“

Der Report Verlag beleuchtete gemeinsam mit Gastgeber Fabasoft am 29. April 2014 die Faktoren für Innovationskraft und europäische Wirtschaftspolitik. Im Fabasoft TechSalon in Wien diskutierten zu den Themen Bildung, Steuern, Arbeitsmarkt und Europa Vertreterinnen und Vertreter fünf werbender Parteien im Vorfeld der EU-Wahl. 

Barbara Feldmann, ÖVP, ortete einen Reformstau in Österreich in der Verbesserung der Standortbedingungen für die Wirtschaft. Der Faktor Bildung könne allerdings die Kosten hoher Gebühren oder langer Genehmigungsverfahren wettmachen. „Unternehmen gehen dorthin, wo sie gut ausgebildete Fachkräfte finden“, weiß Feldmann. 

„Gerade Start-up-Unternehmen stehen vor einer unerträglichen Kreditklemme, wenn man für einen kleinen Kredit dieselbe Menge auf ein Sparbuch legen muss“, betonte Stefan Schennach, SPÖ, mangelnde Rahmenbedingungen für Firmengründer. 

„Die Industrie schafft Arbeitsplätze und sorgt damit für Wohlstand,“ stellte Barbara Kappel, FPÖ, klar. Auch seien viele kleine und mittlere Unternehmen wirtschaftlich mit Leitbetrieben aus diesem Sektor vernetzt.

MEP Ulrike Lunacek, Die Grünen, sprach besonders den Bildungsbereich an. „Wir haben ein gewaltiges Bildungsdrama, das bei der Tatsache beginnt, dass bereits Neun- und Zehnjährige über ihre Zukunft entscheiden müssen. Das ist nicht mehr zeitgemäß und unterstes Niveau in Europa.“ 

Für Stefan Gara, NEOS, hat Europa im Vergleich mit den USA bei Fragen des Unternehmertums großen Aufholbedarf. Doch fehle derzeit noch „der Aufbruch einer neuen GründerInnen-Generation, die auch die Möglichkeit zum Scheitern geboten wird.“ 

Für eine Besinnung zu europäischen Werten plädierte Gastgeber Helmut Fallmann, Gründer von Fabasoft: „In Europa brauchen wir einen fairen Wettbewerb auch für IT- und Cloud-Services nach europäischen Spielregeln. Es geht nicht, dass Facebook unseren Kindern die Daten klaut. Das ist gegen das europäische Wertesystem.“ Auch brauche Europa eine schlagkräftige Wachstumsbörse für kleine Unternehmen. Solange es diese nicht gibt, „werden viele Gründungen zwar hier finanziert, die Exits passieren dann aber in den USA. Dort wird dann auch die Wertschöpfung erbracht.“

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