Ein tierisch guter Tag bei Fabasoft: A day in the life of … Gerald

Scrum Master Cloud Native bei Fabasoft seit 2020

Moment, 2020? War das nicht das außergewöhnliche Jahr mit Corona? Ja, genau – aber auch in solchen Krisenzeiten kann man eine Karriere bei Fabasoft starten! Denn verlässliche digitale Systeme ermöglichen reibungslose Geschäftsabläufe, egal ob vom Büro aus oder im Homeoffice. Und so sieht mein „normaler“ Tagesablauf aus.

Schönen guten Morgen!

In der Früh wache ich ganz ohne Wecker auf. Nicht, weil mein Körper die Weckfunktion übernimmt, sondern weil ganz verlässlich zwischen 6:00 und 6:20 Uhr mein süßes Baby zu mir krabbelt und so lange auf mir herumturnt, bis ich komplett wach bin.

Ich schnappe also meinen Nachwuchs und verlasse leise das Zimmer, um Mama – sie muss meist ein bis zwei Mal pro Nacht wach sein – noch etwas schlafen zu lassen. Zuerst mal die Windel wechseln, weil diese morgens meist wie ein Luftballon aufgebläht ist. Während mein Junior im Badezimmerlaufstall spielt, mache ich mich frisch. Bei unserem gemütlichen Frühstück – für Papa gibt es Vollkornbrot, für das Baby eine Semmel zum Lutschen und mit zwei kleinen Zähnchen etwas Herumbeißen – schiele ich ein wenig auf das Diensthandy, um mich kurz auf die heutigen Termine einzustimmen. Ist natürlich keine Pflicht, aber ich komme gerne vorbereitet ins Büro, weil es mir ermöglicht, ohne Stress und mit Plan alles gut zu erledigen.

Nach einer weiteren halben Stunde spielen (also gegen 8:00 Uhr) wird mein kleiner Sohn wieder müde. Das ist der ideale Zeitpunkt mich anzuziehen, das Baby zu Mama zu bringen und mich beruhigt auf den Arbeitsweg zu machen.

Mein typischer Vormittag

Nach kurzer Fahrt ins Büro schnappe ich mir eine Jause – frisch geliefert vom Bäcker. Ich spreche kurz mit einem Kollegen über den Fortschritt vom Vortag, weil wir zwei Komponenten entwickeln, die schlussendlich über eine Schnittstelle miteinander kommunizieren müssen. Unter Entwicklern ist die Abstimmung sehr wichtig, besonders wenn die Stories eng zusammenspielen. Als Scrum Master bin ich aber auch für das Team und die umzusetzenden Aufgaben verantwortlich. Ich organisiere die Scrum Meetings und habe immer einen Überblick, was in meinem Team gerade gemacht wird.

Dabei hilft mir – und dem Product Owner (PO) – das tägliche Standup um 9:15 Uhr. Jeder Entwickler berichtet kurz, woran er gestern gearbeitet hat, was er heute vorhat, und wo es Schwierigkeiten gibt. Das ist keine Kontrolle, sondern dient als Orientierung für das gesamte Team. Es unterstützt auch dabei, Schwierigkeiten und Probleme frühzeitig zu erkennen, beispielsweise, wenn ein Entwickler bald eine Komponente braucht, die noch nicht ganz fertig ist. Dann stimmt man sich ab, wer bei der Fertigstellung mithilft oder klärt, was dazu noch nötig ist. Der PO kann bei kleineren Fragen direkt weiterhelfen. Tauchen größere Themen auf oder gibt es Diskussionsbedarf, ist es oft besser, ein Folgemeeting mit den betroffenen Personen auszumachen, um den Rahmen des Standups nicht zu sprengen.

Die Softwareentwicklung

Meine Entwicklungsarbeit findet hauptsächlich im Kern der Software statt – Backend wird das genannt. Dort haben wir spannende Aufgaben wie neue Features einzubauen oder Optimierungen an bestehenden Komponenten zu erreichen. Besonders bei großen Unternehmen, wo hunderte oder gar tausende Benutzer gleichzeitig mit der Software arbeiten, kommen beim Backend sehr viele Anfragen und durchzuführende Operationen an. Da sind dann vor allem Effizienz und Skalierbarkeit gefragt. Also einerseits den Programmcode möglichst so zu optimieren, dass er schneller die gewünschten Operationen erledigen kann. In Cloudumgebungen wie sie die Fabasoft anbietet, ist aber auch die Skalierbarkeit extrem wichtig. Das System muss so ausgelegt sein, dass es durch Zugabe von Ressourcen, beispielsweise neuen (virtuellen) Maschinen, die Last verteilt und dadurch noch mehr Benutzer mit guter Geschwindigkeit arbeiten können. Gerade wenn eine ganze Firma plötzlich ins Homeoffice wechselt und jeder mit dem System arbeitet, zahlt sich gute Skalierbarkeit aus!

Wenn neue Features hinzukommen sollen, ist vorab zu planen, wie es gelingt, diese möglichst effizient und gut skalierbar zu integrieren. Dazu gibt es Architekturabstimmungen, oft auch teamübergreifend. Dabei sind sogenannte Spikes hilfreich, bei denen sich ein oder mehrere Entwickler mit einer Technologie oder neuen Komponenten, beziehungsweise mehreren Alternativen, beschäftigen, um diese auf den geplanten Einsatzzweck hin zu untersuchen und die geeignetste Lösung zu finden.

Gut gestärkt in den Nachmittag

Mittags gehen meist mehrere Leute gemeinsam in ein Restaurant in der Umgebung Mittagessen. Die Auswahl ist groß im Herzen von Linz! An Gesprächsthemen mangelt es weder am Weg dorthin noch beim Essen selbst. Nicht zuletzt tauscht man sich gerne über Technologien und technische Entwicklungen aus. In meinem Team sprechen wir meist Englisch, da wir auch englischsprachige Entwickler haben. Aber das ist von Team zu Team verschieden. Für mich ist das eine gute Übung, gerade als Entwickler hat man sowieso viel mit Englisch zu tun.

Heute verlasse ich das Büro früher, weil wir am späteren Nachmittag Besuch von Freunden und ihrem Baby bekommen und noch etwas vorbereiten müssen. Mit meinem Team habe ich das gestern abgestimmt, dadurch ist es ohne Probleme möglich.

Mein gemütlicher Abend

Wenn nötig, kann ich ja heute Abend daheim noch etwas arbeiten. Mit Dienstnotebook ist man da sehr flexibel! Ich liebe es, mir die Zeit einteilen zu können. Am Nachmittag mal früher nach Hause gehen und dafür am Abend auf der Couch noch etwas fertig machen! Meine Frau liest neben mir, ich entwickle noch meine Komponente fertig und schreibe Unit Tests dazu. Check-in, Merge request für meine Kollegen erstellen und fertig!

Was für ein schöner Tag. Das Treffen mit dem befreundeten Pärchen war toll. Unser Cheesecake schmeckte ihnen, wir spielten mit unserem Nachwuchs. Ich habe in der Arbeit viel geschafft, obwohl ich am Nachmittag früher nach Hause gegangen bin! Mein Baby liebt das auch!

 

Corona Spezial: Und wie sieht das in Zeiten von Corona aus?

Man sagt ja, man sieht erst in Krisenzeiten, auf wen man sich verlassen kann. Daher noch ein kurzer Einblick, was während Corona anders ist. Zeitpunkt: Ende November 2020, zweiter Lockdown.

Bereits vor der Ankündigung der Regierung zu verschärften Maßnahmen hat unsere Konzernleitung beschlossen, wieder ins Homeoffice zu wechseln. Da steht im Mittelpunkt, die Mitarbeiter zu schützen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass es zu keiner Überlastung des Gesundheitssystems kommt. Das Ganze wird rechtzeitig angekündigt, jeder kann in Ruhe Dinge wie Monitore, Dockingstation und Headset für die Arbeit daheim einpacken.

Mit meinem riesigen Curved-Monitor, den ich aus dem Büro mitgenommen habe, lässt es sich auch zu Hause angenehm arbeiten. Laptop angesteckt und schon läuft alles. Die Fabasoft ist gut vorbereitet und ausgestattet für Homeoffice. Natürlich, immerhin entwickeln wir professionelle digitale Cloudsysteme. Es geht reibungslos. Ich muss nichts extra installieren oder einrichten. Mit dem Dienstnotebook und unserer digitalen Infrastruktur funktioniert daheim alles ebenso gut wie in der Firma.

Auch das Drumherum klappt einwandfrei im Homeoffice: Unser tägliches Standup findet nach wie vor um 9:15 Uhr statt. Jeder hat von der Firma ein Headset, die Videokonferenz verläuft damit genau so, als würden wir nebeneinander im Büro sein. Wir verwenden unser Chattool zudem, um uns untereinander abzustimmen und machen Ad-hoc Videocalls mit Screensharing, um dem anderen etwas zu zeigen oder sich weiterhelfen zu lassen.

Klar, das Persönliche fehlt bei der gemeinsamen Entwicklungsarbeit. Dafür hat es andere Vorteile: Es ist 10:30 Uhr, ich mache eine Kaffeepause im Wohnzimmer mit meinem kleinen Sohn. Nach zehn Minuten mit dem Baby spielen arbeitet es sich doch gleich wieder viel besser!